Posts by SMM

    Um das Thema mal wieder aufzugreifen hätte ich eine Art Abwandlung der Idee von Somedia. Anstatt einen Zähler für kaufswillige Kunden für jedes Produkt, wäre es meiner Ansicht nach besser, wenn jeder Kunde einen Eintrag bei jedem verfügbaren Produkt machen würde. Dann kann man bei jedem beliebigen Produkt reingucken und weiß sofort wie viele Kunden seit der letzten Rücksetzung der Statistik im Laden waren. Dafür müsste man nur den bestehenden Feedback Katalog um den Eintrag "Kein Bedarf" erweitern. Damit muss man einfach nur alle Einträge eines beliebigen Produktes addieren um zu wissen wie viele Kunden da waren und man hat alle Infos die man braucht, weil man weiß wie viele Kunden ihren bestehenden Bedarf komplett erfüllt haben ("Kein Kommentar") und die anderen Einträge lassen erkennen warum sie bei diesem Produkt halt nicht zugegriffen haben.


    Außerdem erschließt sich mir der Sinn des Eintrag "Du bist eigentlich zu teuer im Vergleich zu anderen Städten, aber..." nicht. Wenn ich das richtig verstehe bedeutet das doch, dass andere Städte zwar billiger sind als du, aber alle Konkurrenten in deiner Stadt teurer und der Kunde deshalb bei dir kauft, weil du halt der Günstigste bist. Diese Information ist doch überflüssig, weil der Kunde sowieso nicht in anderen Städten einkauft. Also besteht doch kein Handlungsbedarf bei dieser Meldung. Wenn da also nichts anderes hinter steht, was ich jetzt übersehe, kann man das doch bestimmt rausnehmen.


    Gruß


    SMM

    Erst einmal danke für die Antwort. Das hört sich ja auf jeden Fall vielversprechend an. Da ich auch schon relativ komplexe Projekte programmiert habe, weiß ich wie schwierig und vor allem langwierig es sein kann funktionierende Systeme zu erweitern, ohne dabei die Stabilität des Systems einzubüßen. Ich bin auf jeden Fall auf kommende Erweiterungen des Verhaltens gespannt.

    Zu Anfang muss ich anmerken, dass ich noch nicht so lange dabei bin und natürlich auch nicht weiß, wie das Verhalten der Kunden momentan implementiert ist. Aber eine gute Umsetzung würde ich mir so vorstellen, dass die Kunden auf der Karte in einer Gleichverteilung oder ähnlichem generiert werden und diese Position quasi ihren Wohnsitz darstellt. Dann bilden Kunden sich im Endeffekt Meinungen von Läden von denen sie Informationen haben, zum Beispiel Preise, Haltbarkeit der Ware, Auswahl. Für mich wäre auch wichtig, dass Distanz eine gewichtige Rolle spielt um einen gewissen Realismus zu simulieren. Es würde ja keinen Sinn machen wenn alle Kunden immer zum günstigsten Anbieter rennen, egal wo er sich befindet.


    Wie man das im Endeffekt umsetzt ist natürlich Ansichtssache, aber eine grundlegende Umsetzung könnte so aussehen, dass sich Distanz negativ auf die Bewertung auswirkt und die anderen vorher genannten Aspekte mehr oder weniger positiv. Das würde zumindest schön modellieren, dass ein Laden mit gewissen Vorzügen dazu motiviert eine größere Distanz zurückzulegen. Der zweite wichtige Aspekt wäre die Informationssammlung. Wie erfahren die Kunden von Änderungen in den verschiedenen Läden? Man könnte natürlich einfach einmal am Tag aktualisieren, was die Kunden von den Läden wissen und dann die Einkaufsentscheidung treffen. Etwas variabler wäre vllt eine zufällige Verzögerung im Intervall einiger Tage, sodass nicht jeder sofort von günstigeren Produkten erfährt und so Preisdumping nicht sofort bei allen einschlägt. Wäre dann so ein bisschen, dass es sich quasi rumspricht wo es was zu haben gibt.


    Dann würden Kunden einmal am Tag zu verschiedener Zeit einkaufen, was durchaus zufällig in den Öffnungszeiten gewählt werden kann. Wenn man Stoßzeiten simulieren will, kann man natürlich auch Verteilungen mit klaren Maxima nutzen. Wenn sie dann einkaufen, würden Kunden zu ihrer ersten Wahl gehen. Wenn sie ihren kompletten Bedarf gedeckt haben sind sie durch. Ansonsten gehen sie zur zweiten Wahl, danach zur dritten Wahl etc. Wenn man auch hier etwas realistischer sein will könnte man die Distanz begrenzen, die der Kunde vom ersten Laden aus bereit ist zu fahren und er sich quasi mit seinen Informationen aus den dann erreichbaren Läden den Besten aussucht.. Da Geld anscheinend auch eine Rolle spielt wird das natürlich beim Einkauf auch berücksichtigt.


    Solche Umsetzungen kann man natürlich beliebig komplex machen, aber man muss auch den Aufwand ins Verhältnis zum Effekt stellen. Da ich wie gesagt nicht weiß, wie das Verhalten bisher umgesetzt ist, kann es natürlich sein, dass diese Vorschläge nicht umsetzbar sind. Aber ich denke für eine in Grundzügen realistisch wirkende Simulation sind die genannten Kernpunkte schon ziemlich wichtig.


    Gruß


    SMM